
Marion Zimmer Bradley: Die Nebel von Avalon
2. April, 2008 Wer hat nicht schon von König Artus und seinen Rittern der Tafelrunde gehört?
Das Buch beschäftigt sich mit genau diesem Thema. Bemerkenswert hierbei ist die Erzählweise, denn alles wird mehr aus der Sicht der Frauen erzählt, wie z.B. Morgaine, Igraine, Viviane und Guinevere (die Autorin verwendet eine andere Schreibweise, aber die kann ich mir nicht merken).
Kenner der Artussage sollten sich nicht davon abschrecken lassen, dass einige Dinge anders angelegt sind, als in anderen Versionen. So ist Lancelot (”Elfenpfeil”) zum Beispiel nur ein Spitzname für Galahad, also ein und die selbe Person, während er in gängigen Sagen der Vater von Galahad ist. Solche Details stören aber nicht, denn das Buch lohnt sich trotzdem allemal.
Man fiebert richtig mit wenn es spannend wird, und ärgert sich so beispielsweise über Guineveres naive Frommheit, wenn aus ihrer Perspektive erzählt wird. Überhaupt spielt Religion eine wichtige Rolle in diesem Buch, denn immer wieder kommt es zu den Gegensätzen zwischen dem “heidnischen” Glauben der Britannier und dem neu aufkommenden Christentum der Römer. Alles in allem also ein Buch, das es verdient, gelesen zu werden.